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Verbändeübergreifende Stellungnahme zur HEGA

Vom 15.11.2010 in „Allgemein“.

Verbändeübergreifende Stellungnahme zur HEGA 06/2010 und zum Fachkonzept für das Eingangsverfahren und den Berufsbildungsbereich in WfbM

Im Juni 2010 veröffentlichte die Bundesagentur für Arbeit die HEGA 06/2010 und das Fachkonzept zum Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM). Das neue Fachkonzept ersetzt das gemeinsame Rahmenprogramm aus dem Jahr 2002.
Die allgemeinen Zielstellungen bestehen in einer stärkeren Ausrichtung der beruflichen Qualifizierung an den Erfordernissen des allgemeinen Arbeitsmarktes sowie einer stärker personenorientierten Maßnahmengestaltung. Das Konzept nimmt direkten Bezug auf die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung (2006) und betont die Bedeutung des Konzeptes der Inklusion im Kontext von Arbeit.
Wenn auch die Meinungen über das neue Fachkonzept insbesondere in der Praxis teilweise recht weit auseinandergehen, besteht in der Fachöffentlichkeit Einigkeit dahingehend, dass die Zielsetzung der beruflichen Inklusion von Menschen mit Behinderung sehr zu begrüßen ist. Es ist davon auszugehen, dass durch die im Fachkonzept festgelegten Maßnahmen der Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt zumindest für einen Teil der Menschen mit Behinderung tatsächlich auch besser als bisher bereitet wird.
Allerdings ist festzustellen, dass das Konzept der Inklusion sehr einseitig ausgelegt bzw. eng geführt wird, da - entgegen den Vorgaben der Behindertenrechtskonvention - Menschen mit komplexen Unterstützungsbedarfen (mit schwerer geistiger und mehrfacher Behinderung) im neuen Fachkonzept offenbar keine Berücksichtigung finden.

Die BAG SELBSTHILFE hat sich daher zu diesem Konzept gemeinsam mit anderen Verbänden mit der nachfolgenden Stellungnahme geäußert.

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