Corona-Impfung

Auf dieser Seite finden Sie alle aktuellen Informationen zur COVID-19-Impfung.
Wir stellen Ihnen hier regelmäßig alle wichtigen Veröffentlichungen, Empfehlungen, Aufklärungsblätter etc. sowie wichtige Links der verantwortlichen gesellschaftspolitischen Akteure zu Verfügung und werden hier auch Forderungspapiere und Stellungnahmen zur Corona-Impfung seitens der BAG SELBSTHILFE und dem Beutsche Behindertenrat veröffentlichen.

Neue Corona-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums

Die neue Corona- Impfverordnung wurde im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist damit ab dem 01. September in Kraft. Insoweit sind nunmehr auch Auffrischungsimpfungen vom Anspruch auf Schutzimpfung gegen Covid- 19 umfasst.

Laut Information der KBV kann bereits ab diesem Zeitpunkt eine Abrechnung der Auffrischungsimpfung durch Vertragsärzte erfolgen (https://www.kbv.de/html/1150_54098.php).

Die Gesundheitsministerkonferenz hat den Umfang des Anspruchs in mehreren Sitzungen entsprechend präzisiert. Diese gilt im Wesentlichen für die mobilen Impfteams, viele Vertragsärzte dürften sich hingegen an der nachfolgend aufgeführten Empfehlung der STIKO orientieren.

Danach sollen folgende Personen einen Anspruch auf eine Auffrischungsimpfung haben, soweit deren abgeschlossene Impfserie (also zwei Impfungen bei Astra Zeneca, Biontech, Moderna oder eine Impfung bei Johnson & Johnson) bereits 6 Monate zurückliegt:

  • Pflegebedürftige in ihrer eigenen Häuslichkeit
  • Menschen in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen
  • Personen ab 80 Jahre, Personen ab 60 Jahren nach individueller Abwägung, ärztlicher Beratung und Entscheidung
  • Immunsupprimierte und immungeschwächte Personen
  • Personen mit einer vollständigen Impfung durch zwei Impfungen mit dem Astra Zeneca Wirkstoff oder mit einer Impfung mit dem Johnson & Johnson Wirkstoff
  • Personen mit einmaliger Genenesenenimpfung mit einem Impfstoff von Astra Zeneca oder Johnson & Johnson
  • Beruflich Pflegende sowie alle Personen, die beruflich mit potentiell infektiösen Menschen Kontakt haben

In Reaktion auf die nachfolgend aufgeführte STIKO-Empfehlung hat nun die Gesundheitsministerkonferenz folgenden ergänzenden Beschluss zu den bisherigen Beschlüssen zu Auffrischungsimpfungen gefasst, mit dem auch die Frage der unzureichenden Erstattung von Antikörpertests bei Immundefizienz angesprochen wird:

  1. Personen ab zwölf Jahren mit einer schweren ID (Immundefizienz) wird nach der vierten Woche nach Verabreichung der 2. Impfstoffdosis zur Optimierung des Impfschutzes eine 3. Impfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten.
  2. Bei Personen mit schwerer ID besteht die Möglichkeit einer fehlenden Immunantwort und damit trotz verabreichter Impfungen eines fehlenden Schutzes gegen COVID-19. Deshalb soll ihnen sowohl nach der vierten Woche nach der 2. Impfstoffdosis als auch nach der vierten Woche nach der 3. Impfstoffdosis eine serologische Untersuchung auf spezifische Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Spike-Protein angeboten werden. Das Ergebnis der ersten Antikörpertestung muss nicht abgewartet werden, bevor eine 3. Impfstoffdosis verabreicht werden kann. Der Bund wird eine Regelung zur Finanzierung der Antikörpertests für diesen Personenkreis prüfen.
  3. Personen, die eine Impfung des Herstellers Johnson & Johnson erhalten haben, wird zur Optimierung der Grundimmunisierung nach der vierten Woche nach der verabreichten Impfung eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten.
  4. Die Sicherheit und Verträglichkeit der in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19 ist durch umfangreiche Daten belegt. Aus fachlicher Sicht ist eine weitere Differenzierung von Impfreaktionen zwischen COVID-19-Impfstoffen und anderen Totimpfstoffen, wie Influenza-Impfstoffen, nicht mehr notwendig. Demnach können Impfungen gegen COVID-19 und gegen Influenza zeitgleich verabreicht werden.

Sie finden diesen Beschluss unter folgendem Link:

https://www.gmkonline.de/Beschluesse.html?uid=231&jahr=2021

Laut Pressemeldung (https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/PM_2021-10-07.html) empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) Auffrischungsimpfungen nach Ablauf von 6 Monaten

  • für Menschen ab 70 Jahren,
  • BewohnerInnen und Betreute in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen. Aufgrund des erhöhten Ausbruchspotentials sind hier auch BewohnerInnen im Alter von < 70 Jahren eingeschlossen,
  • Pflegepersonal und andere Tätige mit direktem Kontakt mit den zu Pflegenden in ambulanten, teil- oder vollstationären Einrichtungen der Pflege für
    • alte Menschen oder
    • für andere Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere COVID-19-Krankheitsverläufe,
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt.

Ferner empfiehlt die STIKO wegen des ungenügenden Impfschutzes bei dem Janssen Impfstoff die Grundimmunisierung mit einem mRNA-Impfstoff als weitere Dosis zu optimieren. Personen, die bisher eine Impfstoffdosis der COVID-19 Vaccine Janssen erhalten haben, sollen eine zusätzliche mRNA-Impfstoffdosis ab 4 Wochen nach der Janssen-Impfung erhalten.

Die Empfehlung ist nunmehr auch im Epidemiologischen Bulletin erschienen:

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/Ausgaben/43_21_Auffrischimpfung.pdf?__blob=publicationFile


Empfehlungen zur Impfung von Kindern und Jugendlichen über 12 Jahren

Die STIKO hat Ihre Empfehlungen zur Impfung von Kindern und Jugendlichen über 12 Jahren (bis 17 Jahren) veröffentlicht (Stand 10.06.2021); sie empfiehlt die Impfung im Wesentlichen nur Kinder und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen. Sie finden diese auf der Seite des RKI mit weiteren Hinweisen (6. Aktualisierung): 

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/Impfempfehlung-Zusfassung.html

Eltern stehen oft vor der Frage, ob sie ihre Kinder gegen Covid-19 impfen lassen sollen. Um ihnen diese Entscheidung zu erleichtern, hat das Bundesministerium für Gesundheit eine Entscheidungshilfe entwickelt, die die drängensten Fragen beantwortet. Diese kann hier  Dieses Dokument in neuem Tab öffnen und vorlesen abgerufen werden:


Stellungnahme der BAG SELBSTHILFE  zur Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV- (Coronavirus-Testverordnung – TestV)

Das Bundesministerium für Gesundheit hat nunmehr die Voraussetzungen für die Erstattungsfähigkeit von Antigen-Tests sowie der Bestätigungsdiagnostik in § 4a ff der TestV geregelt. Die aktuelle Fassung der TestV finden Sie hier:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen.html

Zu dieser Änderung der TestV hat die  BAG SELBSTHILFE folgende Stellungnahme  Dieses Dokument in neuem Tab öffnen und vorlesen abgegeben

Veröffentlichungen & wichtige Links

Informationen zu den Impfstoffen:

Informationen zur Teststrategie: