Barrieren Melde- und Monitoringstelle - Barrieren-MeMo

Laufzeit: 01/2014 - 03/2017
Förderung: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Motivation

Im Rahmen des Aktionsbündnisses für barrierefreie Informationstechnik (AbI) wurde eine Meldestelle für Web-Barrieren eingerichtet. Das Konzept der Meldestelle sah vor, dass Menschen mit Behinderungen melden konnten, wo sie im Internet auf Barrieren stießen.

Barrieren im Internet, also unzugängliche Web-Seiten, stellen aber nur einen Teil digitaler Barrieren dar. Neben Web-Barrieren gibt es beispielsweise auch Barrieren bei Online-Dokumenten, Software oder bei Informations- und Service-Terminals, wie Geldautomaten oder Fahrkartenautomaten.

Ziel des Projekts "Barrieren Melden und Monitoring" ist der endnutzerinitiierte nachhaltige Abbau von Barrieren in arbeits- und berufsrelevanten Informations- und Kommunikationsprozessen, um die Teilhabechancen von Menschen mit Behinderung im ersten Arbeitsmarkt zu verbessern.

Arbeitsbeschreibung

Ihr Arbeitsalltag konfrontiert Sie stetig mit einer Wirklichkeit, die durch gesellschaftlich, sozial und kulturell geformte Geschlechterverhältnisse geprägt ist. Die Einteilung in „typisch weiblich“ und „typisch männlich“ bestimmt vielfach unser Handeln und schränkt die Entfaltungsmöglichkeiten von Mädchen/Frauen und Jungen/Männern ein – auch in der Verbandsarbeit.

Auf den ersten Blick scheint es nicht immer deutlich zu sein, wo genau die Schnittstellen in der Verbandsarbeit liegen. Hier einige Stichworte für das Vorhandensein von Genderreferenzen: Schreiben eines Förderantrags, Erarbeitung einer Verbandsstatistik oder Erstellung eines Flyers. An diesem Punkt setzt das Projekt an und bietet:

  1. Unterstützung und Wissenstransfer
  2. Integration der Geschlechterperspektive mit Hilfe von Pilotmodellen 
  3. Entwicklung von Umsetzungsinstrumenten (Leitfäden, Checklisten, Analysemuster) 
  4. Aufbau eines Netzwerks relevanter Akteure.

Die Geschlechterdifferenz wird dabei nicht als Einengung und Abgrenzung, sondern als Ressource verstanden. Es gilt, die unterschiedlichen Stärken beider Geschlechter auf allen Organisationsebenen zu entwickeln und zu nutzen, was als Mehrwehrt allen Akteuren der Selbsthilfe dient.

Arbeitsschwerpunkte der BAG SELBSTHILFE

  • Kontinuierliche Pflege und Betrieb eines Online-Meldesystems für digitale Barrieren
  • Durchführung von Nutzertests im Rahmen der Entwicklung einer App für Barriere-Meldungen
  • Korrespondenz mit den Organisationen, deren Webseiten im Rahmen des Monitoring einer langfristigen Überwachung unterzogen wurden
  • Projektleitung

Projektpartner

  • Forschungsinstitut Technologie und Behinderung (FTB) der Evangelischen Stiftung Volmarstein (ESV)