Filmprojekt „Aufgefangen werden statt Abstürzen - Selbsthilfepotenziale nutzen bei psychischen Zusatzbelastungen von chronisch kranken und behinderten Jugendlichen"

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Kontakt

Burga Torges

Referatsleiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 0211 31006-25
Fax: 0211 31006-48
Mail: burga.torges@bag-selbsthilfe.de

Hauptgeschäftsstelle
Kirchfeldstraße 149
40215 Düsseldorf

Laufzeit: 01.03.2019 - 28.02.2020
Förderung: DAK Gesundheit

Projektbeschreibung

Das Leben mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen ist mit vielen psychischen Belastungen verbunden, die sich in dieser Form bei gesunden Menschen nicht stellen. Gerade bei jüngeren Menschen kumulieren sich diese Belastungen mit den allgemeinen Herausforderungen der Loslösung vom Elternhaus, der Pubertät und der privaten und beruflichen Neuorientierung. Nicht selten kann diese Belastungssituation auch zu psychischen Erkrankungen führen. Gerade bei jüngeren Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen sind psychische Erkrankungen wie Belastungsstörungen und Depressionen oftmals als Co-Morbidität festzustellen.

In der psychosomatischen Medizin sind in den letzten Jahren Einschränkungen der Lebensqualität und psychische Komorbiditäten bei chronischen körperlichen Erkrankungen systematisch untersucht worden. Eine reduzierte körperliche Leistungsfähigkeit und die Verletzung der körperlichen Integrität sind erhebliche Veränderungen, die mit einer chronischen körperlichen Erkrankung einhergehen können und bewältigt werden müssen. Auch kann eine subjektiv empfundene oder objektiv beschreibbare Lebensbedrohung eine erhebliche Belastung für diese Patientinnen und Patienten darstellen. Schmerzen können erheblich beeinträchtigen und aversiv erlebte therapeutische Maßnahmen können z.T. auch wiederholt und regelmäßig erforderlich sein. Neben den unmittelbar indizierten medizinischen Maßnahmen wird nicht selten eine Abhängigkeit vom medizinischen System insgesamt erlebt, Hilflosigkeit kann auftreten, persönlich bedeutsame Werte und Rollen können wegfallen und das Selbstbild insgesamt bedroht werden.

Dies alles birgt das Risiko möglicher depressiver Störungen als Folgeerkrankung in sich.

 

Das Filmprojekt

Mit dem Filmprojekt „Aufgefangen werden statt Abstürzen – Selbsthilfepotentiale nutzen bei psychischen Zusatzbelastungen von chronisch kranken und behinderten Jugendlichen“ soll zum einen auf die besondere Belastungssituation von jungen Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen und das hohe Risiko psychischer Folge- und Begleiterkrankungen gerade in diesem Alter aufmerksam gemacht werden. Hierzu sollen zum einen Erfahrungsberichte junger Menschen, aber auch die positiven Effekte psychopräventiver Maßnahmen sowie psychopräventiver Arbeitsformen der Selbsthilfe aufgezeigt werden. Hierzu soll das Medium des Films als Möglichkeit der Informationsverbreitung, aber auch als Vehikel zu emotionalen Ansprache der Zielgruppe genutzt werden.

Parallel dazu sollen über das Filmprojekt auch die Verantwortlichen in den Selbsthilfeorganisationen hierauf aufmerksam gemacht werden, um die genannten Belastungssituationen frühzeitig zu erkennen, in der Selbsthilfe zu thematisieren und über die gegenseitige Unterstützung in der Selbsthilfe Selbsthilfepotentiale zu nutzen.

Da das Konzept des Films darauf beruht, dass Betroffene und ihr Umfeld (Familie, Freunde, Selbsthilfegruppe) interviewt bzw. in ihrer Lebenswelt gezeigt werden, sollen die Protagonistinnen und Protagonisten aus der Selbsthilfe kommen. Hierzu werden BAG SELBSTHILFE und Kindernetzwerk in ihren Reihen interessierte und geeignete Personen identifizieren.

Neben der Erstellung des Films sind auch weitere Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit geplant. Dies reicht von einer Social Media Kampagne bis hin zu Filmpräsentationsveranstaltungen. Hierzu wird die Medienwerkstatt Wuppertal kurze Interviewsequenzen von ca. vier Minuten Länge für die Social Media Kampagne erstellen.