Resilienz gezielt stärken - Implementation eines innovativen Ansatzes in der Selbsthilfearbeit

Laufzeit:Januar 2018 - Dezember 2018
Förderung:Techniker Krankenkasse

Ausgangslage

Wissenschaftliche Erkenntnisse legen nahe, dass die Ausprägung von Schutzfaktoren wie Optimismus, Selbstwirksamkeitserwartung, angemessene Bewältigungsstrategien und soziale Unterstützung eine wichtige Funktion zur Bewältigung von Krankheiten haben. Seit jeher befasst sich die Selbsthilfe mit genau diesen Faktoren; gleichzeitig haben bisher nur einige wenige Selbsthilfeorganisationen tragfähige Konzepte, um die sog. Resilienz ihrer Mitglieder und die zu Beratenden zu stärken. Ziel der im Projekt zu entwickelnden Arbeitshilfe war es daher, eine Art Baukastensystem für Konzepte bereitzustellen, wie die Selbsthilfe über die Stärkung der „Resilienz“ der Betroffenen zu einer Förderung der individuellen Krankheitsbewältigung beitragen kann. Da die Belastungen durch verschiedene Erkrankungen und auch die anzusprechenden Zielgruppen unterschiedlich sind, kann das Ergebnis dieser Arbeitshilfe notwendigerweise nicht das „eine“ Konzept zur Stärkung der Resilienz sein, sondern kann nur einzelne Bausteine für ein jeweils von den Verbänden individuell zu konzeptionierendes Resilienzkonzept für ihre Mitgliedschaft sein.

Projektverlauf

 

Bestandsaufnahme

Im Projekt wurde zunächst die – sehr umfangreiche - wissenschaftliche Forschung zum Resilienzkonzept bzw. den einzelnen Merkmalen aufgearbeitet.  Sodann wurde ein erster Entwurf für eine Arbeitshilfe und ein Mustervortrag erstellt.

Workshop

Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Ausarbeitung und des Entwurfs der Arbeitshilfe wurden auf dem Workshop präsentiert und mit den Anwesenden diskutiert. Darüber hinaus haben Herr Burghardt von Bundesverband Lernen Fördern und Frau Dr. Schipper von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft ihre Strategien im Verband im Umgang mit dem Thema Resilienz dargestellt; in den Vorträgen und den anschließenden Diskussionen wurden viele hilfreiche Anregungen gegeben, die in den Leitfaden eingearbeitet wurden.

Leitfaden

Der vorliegende Leitfaden soll eine Hilfestellung geben, welche Aspekte des Resilienzkonzeptes gut erforscht sind und welche Strategien es in diesem Bereich gibt. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass es nicht die eine „richtige“ Strategie für die Implementierung des Resilienzansatzes im Verbandsbereich gibt; es muss immer berücksichtigt werden, welche Bedürfnisse die Mitglieder haben und welche Problemstellungen sich aus dem Krankheitsbild ergeben.
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Mustervortrag

Nicht jede Selbsthilfeorganisation hat die gleichen Ziele, die sie mit dem Einsatz von Resilienzkonzeptes verfolgt. Während etwa bei Selbsthilfeorganisationen mit Erkrankungen mit schweren Verläufen die Förderung des Optimismus im Vordergrund stehen kann, werden bei Erkrankungen, in denen die Adherence eine große Rolle spielt, vor allem Konzepte zur Stärkung der Selbstwirksamkeit wichtig sein. Die unterschiedlichen Ziele und verschiedenen Zielgruppen verlangen jedoch unterschiedliche Strategien, so dass eine der zentralen Diskussionen einer Resilienz Strategie zunächst sein sollte, welche Ziele verfolgt werden sollen und wer angesprochen werden soll. Zur Vorbereitung solcher Strategiediskussionen wurde der folgende Vortrag erstellt.
Mustervortrag

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