Digitale Transformation

Die digitale Transformation und ihre Auswirkungen auf die strategische Ausrichtung von Verbänden

Was versteht man unter der „digitalen Transformation“?

Unter der digitalen Transformation versteht man einen fortlaufenden, in digitalen Technologien begründeten Veränderungsprozess, der die gesamte Gesellschaft, insbesondere aber auch Unternehmen und Verbände betrifft. Grundlage der digitalen Transformation sind einerseits eine digitale Infrastruktur sowie andererseits digitale Technologien, die in einer immer schneller werdenden Folge entwickelt werden und somit den Weg für wieder neue digitale Technologien ebnen.

Bausteine der digitalen Transformation sind somit die digitalen Infrastrukturen, wie Netze und Computer-Hardware, sowie die Anwendungen, wie beispielsweise Apps und Web Anwendungen, sowie auch die auf den digitalen Technologien basierenden Nutzungspotenziale, wie beispielsweise digitale Geschäftsmodelle.

Im engeren Sinne wird als digitale Transformation häufig aber auch der durch digitale Technologien und die dadurch veränderten Kundenerwartungen ausgelöste Veränderungsprozess innerhalb eines Unternehmens oder eines Verbandes bezeichnet. Der Fokus liegt dann auf der Überlegung, wie sich Unternehmen oder Verbände verändern müssen, um den um sie herum stattfindenden Veränderungsprozessen gerecht werden zu können.

Die digitale Transformation geht aber wesentlich weiter und darüber hinaus. Sie ist ein Prozess, der eine Vielzahl von Aspekten unserer Gesellschaft betrifft und nicht bei den Unternehmen oder Verbänden endet.

Akteure der digitalen Transformation sind Individuen, die Zivilgesellschaft, Unternehmen, die Wissenschaft sowie der Staat. Diese Akteure üben einen vielfältigen Einfluss aufeinander aus. Dieser Einfluss zeigt sich zum Beispiel dann, wenn mit der Verfügbarkeit neuer digitaler Technologien und der Verwendung von diesen Technologien auch neue Erwartungshaltungen der Konsumenten an Unternehmen bzw. der Mitglieder an Verbände verbunden sind. Umgekehrt ist es für einen Verband oder ein Unternehmen schwer, seine Mitglieder bzw. Kunden zu erreichen, wenn diesen keine Möglichkeit zur Verfügung steht, die Angebote des Verbandes oder Unternehmens online in Anspruch zu nehmen bzw. sich über die Möglichkeit der Inanspruchnahme zu informieren. Es besteht somit eine Wechselbezüglichkeit zwischen dem Handeln der Akteure in der Gesellschaft, deren Erwartungen und Zielsetzungen mit den Potentialen der digitalen Infrastruktur, den digitalen Anwendungen und deren spezifische Bedeutung für jeden einzelnen Akteur.

    Arbeitshilfen und weiterführende Informationen

    Weitere Fragen, z.B. mit welcher Strategie insbesondere Verbände der digitalen Transformation begegnen können, wie man die notwendigen Veränderungsprozesse im Verband planen kann, um auf die digitale Transformation zu reagieren und viele andere Informationen finden Sie in der Arbeitshilfe "Strategien für eine digitale Transformation des Verbandes".

    Das Papier "Arbeitsformen der Selbsthilfe und Digitalisierungspotentiale" zeigt die Bereiche der Selbsthilfearbeit auf, in denen Digitalisierungspotentiale vorhanden sind und wie diese umgesetzt werden können. 

    Im Papier "Grundlagen der digitalen Transformation und der gesellschaftlichen Entwicklungen" sowie in der Arbeitshilfe „Diskussionsprozesse zu den Arbeitsformen der Selbsthilfe im Zeichen der Digitalisierung strukturieren“ möchten wir Sie auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereiten, Ihnen die Chancen und Risiken von verschiedenen digitalen Strategien aufzeigen und Ihnen Werkzeuge an die Hand geben, wie Sie die für Ihren Verband passende Strategie entwickeln können.

    Das Arbeitspapier „Fehler im Kommunikationsmanagement bei der Umsetzung digitaler Kommunikationsmittel“ zeigt typische Fehler in Planung der der Methoden und Technologien der Online-Kommunikation auf und wie sich diese vermeiden lassen.