Klimakrise und Selbsthilfearbeit

Laufzeit: 01.01.2022 - 31.12.2022
Förderung: AOK Bundesverband

Projektbeschreibung

Hitzewellen, Starkregen, Dürren – die Erderwärmung hat klimatische Verschiebungen zur Folge, die das Leben und die Gesundheit der Menschen in Zukunft massiv beeinflussen werden. Das Ausmaß des Klimawandels zu verringern, ist möglich. Hierfür bedarf es jedoch grundlegender politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderungen sowie einer umfassenden Aufklärung aller Menschen über Handlungsmöglichkeiten und anzunehmende Folgen.
 

Klimabedingte Belastungen für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen

Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen müssen sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels im besonderen Maße auseinandersetzen, da sie – ebenso wie ältere Menschen – besonders hiervon betroffen sein werden. Schon jetzt stellen Wetterereignisse wie extreme Hitze oder eine hohe Feinstaubbelastung ein großes Risiko für sie dar. Um klimabedingte Belastungen bewältigen und sich adäquat schützen zu können, müssen sich Betroffene frühzeitig auf den Klimawandel und dessen Folgen einstellen.

Die Aufgabe der Selbsthilfeorganisationen im Klimawandel

Hier kann und muss die gesundheitsbezogene Selbsthilfe ansetzen. Selbsthilfeorganisationen sind von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, Zugang zu Informationen zu ermöglichen und Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen im Alltag zu unterstützen.

Dieser Aufgabe müssen die Organisationen auch beim Klimawandel gerecht werden. Es gilt zum einen, Betroffene rechtzeitig für die Auswirkungen von Hitze, Feinstaub oder UV-Strahlung zu sensibilisieren. Zum anderen kann die Selbsthilfe wertvolle Impulse für eine klimafreundliche Lebensweise setzen und dazu beitragen, die Folgen der Klimakrise abzumildern. Die Verantwortlichen der Selbsthilfeorganisationen sind zudem gefordert, eine klimafreundliche Verbandsarbeit zu gewährleisten und ihr Handeln in Zukunft stets diesbezüglich zu reflektieren.

Ziel des Projekts

Der Klimawandel wird die Selbsthilfearbeit in den kommenden Jahren vor neue Herausforderungen stellen. Das Projekt „Klimakrise und Selbsthilfearbeit“ soll Selbsthilfeorganisationen von Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen dabei unterstützen, sowohl die eigene Verbandsarbeit klimafreundlich zu organisieren als auch die Gesundheit der Mitglieder bestmöglich zu schützen. In Zusammenarbeit mit der „Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit“ sowie dem „Institut für Umweltmedizin“ (Helmholtz Zentrum München) wird die BAG
SELBSTHILFE:

  • klimabedingte Herausforderungen für die Selbsthilfearbeit analysieren
  • Verantwortliche in den Selbsthilfeorganisationen für das Thema sensibilisieren
  • Strategien für eine klimafreundliche Verbandsorganisation entwickeln
  • eine Arbeitshilfe zu Hitzefolgen und daraus resultierenden Beratungsanforderungen fürSelbsthilfeorganisationen herausgegeben
Foto Svea Böcker

Kontakt

Svea Böcker

Tel.: 0211 31006-20
Fax: 0211 31006-48
Mail: svea.boecker@bag-selbsthilfe.de

Hauptgeschäftsstelle
Kirchfeldstr. 149
40215 Düsseldorf