Unsere aktuellen Projekte
Unsere aktuellen Projekte in der Selbsthilfe
Unsere Projekte sind so vielfältig wie unsere Mitgliedsorganisationen. Eines aber haben sie gemeinsam: Sie unterstützen Betroffene dabei, ihr Leben aktiv zu gestalten und sich in der Selbsthilfe zu engagieren. Aktuelle Schwerpunkte sind beispielsweise Fortbildungen zu KI- oder Digitalisierungsthemen, Herausforderungen des Klimawandels oder auch die Unterstüzung von Frauen und Mädchen bei der beruflichen Qualifizierung.
FemPowerment
Das Projekt FemPowerment stärkt die Teilhabe von Frauen mit Schwerbehinderung in der digitalen Arbeitswelt. Durch IT-Qualifizierungen mit Fokus auf digitale Barrierefreiheit, die Ausbildung von Multiplikator*innen und Sensibilisierung von Unternehmen wird der Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert. Eine wissenschaftliche Evaluation begleitet das Projekt, und die Potenziale von Medizinischen Behandlungszentren für berufliche Rehabilitation werden geprüft.
Insgesamt werden 60 Frauen qualifiziert und 24 Multiplikator*innen ausgebildet. Die Ergebnisse fließen in ein bundesweites Schulungs- und Vernetzungsangebot ein. Das Projekt wird von der BAG SELBSTHILFE, dem FrauenComputerZentrumBerlin e.V. und der Universitätsmedizin Halle getragen.
KI Akademie Nord-West
Das Projekt KI Akademie soll Selbsthilfe Aktive zum sicheren Umgang mit Künstlicher Intelligenz befähigen
Künstliche Intelligenz ist im Alltag der meisten Menschen längst angekommen. Zu einem Teil ist es die bewusste und strategische Nutzung von KI-Tools. Zum anderen handelt es sich um unbewusste Nutzung wie beispielsweise Sprachsteuerungen oder das Entsperren von Smartphones per Gesichtserkennung.
Auch in der Selbsthilfe wird KI immer mehr zum Thema. Das Gros des Engagements wird von Ehrenamtlichen geleistet, deren Kapazitäten häufig den Workload kaum abdecken können. Künstliche Intelligenz kann hier in vielen Bereichen unterstützen.
Während viele Benutzerinnen und Benutzer von den neuen Technologien begeistert sind, gibt es auch zahlreiche berechtigte Bedenken. Insbesondere mit Blick auf Datenschutz und Ethik kommt es immer wieder zu Berührungsängsten mit künstlicher Intelligenz.
Die Schulungsreihe „KI Akademie der Selbsthilfe“ vermittelt in vier aufeinanderfolgenden Modulen das Basiswissen im Umgang mit künstlicher Intelligenz in selbsthilfespezifischen Arbeitssituationen. Die Kurse richten sich an Personen, die sich bereits mit generativen KI-Anwendungen befasst haben und einen sichereren Umgang damit erlenen wollen. Flankiert von Feedbackrunden und Evaluationsmaßnahmen lernen die Teilnehmenden mit verschiedenen Tools umzugehen, sinnvolle Prompts zu verfassen, Ergebnisse zu prüfen und Anwendungen auf ihre Aufgaben in der Selbsthilfe zu übertragen. Es werden typische Risiken wie Halluzinationen oder Bias erläutert und Berührungsängste genommen.
KundiG – Verbreitung digitaler Gesundheitskompetenz in der Selbsthilfe
Mit dem Projekt „KundiG 2026–2027“ soll die digitale Gesundheitskompetenz in der Selbsthilfe bundesweit weiter gestärkt und strukturell verankert werden.
Auf Grundlage der in den vergangenen Jahren entwickelten und evaluierten Kursstruktur werden in den Jahren 2026 und 2027 insgesamt 24 KundiG-Kurse umgesetzt. Die Kurse werden jeweils von qualifizierten Tandems ausgebildeter Kursleitungen durchgeführt.
Neben der Durchführung der Kurse umfasst das Projekt:
- eine begleitende wissenschaftliche Evaluation durch die Medizinische Hochschule Hannover (MHH),
- die organisatorische Koordination des bundesweiten Gesamtvorhabens,
- den Aufbau und die Verstetigung einer Austauschplattform für Kursleitungen und Teilnehmende,
- die kontinuierliche inhaltliche und didaktische Aktualisierung des Curriculums, insbesondere im Hinblick auf digitale Entwicklungen und Barrierefreiheit.
Ziel ist es, digitale Gesundheitsanwendungen (z. B. ePA, digitale Informationsangebote, Gesundheitsportale) verständlich zu vermitteln, Selbsthilfeaktive zu Multiplikator*innen auszubilden und nachhaltige Kompetenzstrukturen in der Selbsthilfe aufzubauen.
GUIDE AI
Das Projekt GUIDE-AI untersucht, wie Anwendungen der Künstlichen Intelligenz dazu beitragen können, die Versorgung von Menschen mit chronischen Erkrankungen stärker an medizinischen Leitlinien auszurichten und die Behandlungsqualität nachhaltig zu verbessern.
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung und Evaluation KI-gestützter Entscheidungs- und Unterstützungssysteme, die medizinisches Fachpersonal bei der leitliniengerechten Therapieplanung unterstützen sollen.
Die BAG SELBSTHILFE ist Konsortialpartner des Projekts und bringt systematisch die Perspektive von Patientinnen und Patienten in die Projektarbeit ein. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die entwickelten KI-Anwendungen patientenzentriert, verständlich und vertrauenswürdig gestaltet werden und tatsächliche Bedarfe chronisch erkrankter Menschen berücksichtigen.